Etwa um 1700 wurde für diesen Küster in Zepernick erstmalig ein Haus errichtet. Er wohnte nicht nur darin, sondern nutzte einen Raum als Schule.

Nach mündlichen Überlieferungen stand dieses Haus auf dem Gelände des jetzigen EDEKA-Marktes.

Sichere Nachrichten haben wir aus dem Jahre 1715. Das erste Schulgebäude war 1834 so baufällig, dass auch die Bauern einsahen, ein neues Haus als Schule muss errichtet werden. Trotzdem dauerte es noch drei Jahre bis zum Gemeindebeschluss.

Im Jahre 1838 war endlich die neue Schule, an der Friedhofsmauer stehend, fertig. Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts veränderte sich die Bevölkerungsstruktur und die Zahl der Einwohner wie auch der Kinder stieg stark an. 1905 wurden bereits 125 Schüler in einer Klasse von einem Lehrer im Schichtbetrieb unterrichtet. Endlich wurde ein zweiter Lehrer eingestellt und gleichzeitig beschlossen, ein neues größeres Gebäude bauen zu lassen. Dazu wählte die Gemeinde einen Platz zwischen dem eigentlichen Dorf und dem neu entstehenden Ortsteil Röntgental gelegen an der Viehtrift.

Am 09.08.1909 konnte das neue Haus eingeweiht und bezogen werden. Es nahm neben der Schule auch die Gemeindeverwaltung auf. Im Laufe der nächsten 30 Jahre wurde aus dem Bauerndorf Zepernick eine Vorortsiedlung Berlins, die durch ihre zwei S-Bahnhöfe eine schnelle Verbindung zum Zentrum der Großstadt ermöglichte. Die Bevölkerung stieg von 521 im Jahre 1900 auf 8.455 im Jahre 1937. Die Zahl der Kinder betrug 1952 bereits 1.200. Der Anstieg bedeutete, dass das 1909 errichtete Schulgebäude nicht mehr ausreichte. Nachdem die Verwaltung ein eigenes Haus erhalten hatte, wurde das Schulgebäude in den Jahren 1931, 1937, 1960 und 1964 erweitert. 1970 kam ein weiteres Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite dazu. Mit dem Übergang zur 10-jährigen Schulpflicht ab 1960 an der Zepernicker Schule und einer Schülerzahl von über 1.000 in über 30 Klassen musste endlich eine zweite Schule gebaut werden, was 1975/76 erfolgte.
Die ehemalige zehnklassige Oberschule wurde 1990 mit der Wende zur Grundschule. Die Schüler ab der 7. Klasse besuchten nun die Gesamtschule, der auch eine gymnasiale Oberstufe angeschlossen ist, auf der gegenüberliegenden Straßenseite.